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I. AKT

1717 in Frankreich. In der Kirche von St. Magloire in Paris betet Chevalier Henri de Lagardčre am Grab des Herzogs von Nevers.


18 Jahre zuvor hatte in einer der bekanntesten Fechtschulen von Paris der Schüler der Fechtmeister Cocardasse und Passepoil eine Blessur durch die berühmte Nevers-Finte seitens ihres Erfinders, des Herzogs Philippe de Nevers hinnehmen müssen.

 

Überall in der Stadt wird über die geheime Hochzeit des Herzogs mit dem edlen Fräulein von Caylus geflüstert.

 

Der zutiefst verletzte Lagardčre ruft den Herzog zum Duell, sie einigen sich darauf, dieses im Burggraben von Caylus auszufechten.

Der Herzog macht sich gedankenvoll auf den Weg, da er beunruhigende Nachrichten über seine Liebste und die gemeinsame Tochter erhalten hat. Er muss sein Kind aus dem Schloss wegbringen.

 

Aber Auftragsmörder, gedungen von Peyrolles, der im Dienste des Cousins von Nevers, des Herzogs Philippe de Gonzague steht, der sich die Güter von Nevers aneignen will, stellen Nevers eine Falle. Bei den Mördern befinden sich auch die zwei Fechtmeister, die in der Kneipe zum Adamsapfel mit Lagardčre zusammentreffen.

 

Der Chevalier erfährt von dem geplanten Anschlag und nun ist die Rettung des Herzogs sein Ziel. Er belauscht ein Gespräch zwischen Gonzague und Peyrolles und übernimmt in der Rolle des Herzogs von Nevers das Kind von der gramgebeugten Mutter.

 

Der dazukommende Nevers erklärt Henri seine Freundschaft und schlägt ihn zum Ritter.

 

In der Attacke wird Nevers hinterrücks von Gonzague kaltblütig ermordet. Lagardčre schwört Rache und verspricht dem sterbenden Nevers, seine Tochter aufzuziehen.

 

Der Herzog wird in Paris beigesetzt. Auf der Bestattungsfeier erklärt der Regent, ebenfalls ein Verwandter des Verstorbenen, Lagardčre zum Mörder und verbannt ihn. Gonzague verspricht der verzweifelten Witwe, dass er ihre Tochter finden wird und unter dem Vorwand, er habe es dem sterbenden Nevers versprochen, nimmt er sie zur Frau, um sie „beschützen“ zu können.


16 Jahre lang sucht alle Welt Lagardčre, aber weder die Fechtmeister, noch Gonzague haben dabei Erfolg.

 

Einige Jahre sind vergangen, Lagardčre lebt in Spanien und zieht die kleine Aurore wie sein eigenes Kind auf.

 

Nach dem Anschlag in Caylus waren sie nach Madrid geflohen, wo der Chevalier Aurore in einer Klosterschule untergebracht hatte, damit er sich auf die Suche und Bestrafung der Meuchelmörder machen konnte.

 

Es vergehen einige Jahre, bevor er zurückkehrt. Und der inzwischen herangewachsenen Aurore eröffnet, dass er  nicht ihr leiblicher Vater ist.

Gemeinsam kehren sie nach Frankreich zurück.

 

In den gewagten Plan des Herzogs von Gonzague hat sich ein Fehler eingeschlichen. Lagardčre sucht und bestraft die Teilnehmer an dem Meuchelmord, egal, wo sie sich auch in ganz Europa verstreut haben mögen.

 

Unter dem Einfluss der beunruhigenden Nachrichten ruft der Herzog die beiden überlebenden Zeugen, die Fechtmeister Cocardasse und Passepoil zu sich, ohne zu ahnen, dass diese, die unter dem Einfluss ihres ehemaligen Schülers nicht an dem Meuchelmord beteiligt gewesen sind, auf der Seite des Chevalier stehen.

 

Gonzague weiß, dass er die Tochter von Nevers finden muss, um an das Erbe von Nevers heranzukommen. Deshalb denkt er sich eine Finte aus. Er besticht die in einem Pariser Bordell tanzende Zigeunerin Flor, sich als Aurore de Nevers auszugeben.  


Der erste Weg von Lagardčre in Paris führt ihn in die Kirche St. Magloire, zum Grab von Nevers. Er hat sein Versprechen erfüllt, Aurore großgezogen, und schwört erneut, den Meuchelmörder zu bestrafen. Er verlässt den Friedhof in der Maske des Buckligen.